Aufenthalt in Helsinki

 

 

Tag 1

 

 

 

Die Fortsetzung meiner Baltikum-Reise begann bereits gegen 9 Uhr. Nach dem Frühstück im Hotel in Tallinn hat mich die Reiseleiterin mit dem riesigen Reisebus zum Hafen gebracht und mir dort die Unterlagen für Helsinki ausgehändigt, die Fahrkarte für die Fähre und den Hotelgutschein.

Das Ganze hat bei dermaßen schlechtem Wetter stattgefunden, es regnete, war kalt und stürmisch, das man fast vergessen hätte, wie wunderschön die letzten Tage waren.

 

Egal, es stand auf jeden Fall eine stürmische Überfahrt nach Helsinki bevor, mir hat´s etwas gegraut davor.

Und tatsächlich war die See sehr aufgewühlt und ich fand leider keine Möglichkeit, an Deck zu gehen um noch ein paar schöne Fotos von Tallinn oder Helsinki zu machen.

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Also hab ich die Zeit genutzt und Augenpflege betrieben.

Die Überfahrt hat fast 2 Stunden gedauert, und ich war froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Am Ausgang hat mich dann ein Taxi erwartet und zum Sokos Hotel am Bahnhof gebracht.

Mit der Organisation durch den Reiseveranstalter bin ich wirklich sehr zufrieden, hat alles toll geklappt. Beim Einchecken  musste ich dann allerdings erfahren, das ich mein Zimmer erst um 13 Uhr beziehen kann.

Und da bis dahin noch eine Stunde Zeit war, bin ich erst mal nebenan zu Mc Donald`s gegangen. Sehr praktisch, das ich nur aus dem Hotel treten musste, 20 Schritte nach links, und schon konnte ich mir einen Big Mac bestellen.

Als Nachtisch hab ich mir dann in einem Café an der anderen Ecke des Hotels mein erstes finnisches Bier gegönnt. Beim bezahlen dann der erste Schock, für 0,3 l musste ich 4,20 blechen.

Damit war mir klar, Helsinki ist eine teure Stadt. Sollte nicht das letzte Mal sein, dass ich das feststellen musste.

Mittlerweile war es 13 Uhr durch und ich konnte endlich in mein Zimmer. Zum Glück, denn es fing wieder stark an zu regnen und es roch unangenehm nach Abwasserkanal. Also bezog ich mein Zimmer im 8. Stock des Hauses. Leider konnte man die Fenster nicht öffnen, daher hatte ich auch nur einen sehr beschränkten Ausblick auf die Stadt. Eigentlich schade bei der Höhe des Gebäudes.

Ich sollte dennoch meinen rundumblick auf Helsinki bekommen, aber davon berichte ich später.

    

 Da es schon wieder aufgehört hatte zu regnen, machte ich mich auf zu einem ersten kleinen Rundgang durch die Stadt. Mein erstes Ziel sollte der Dom von Helsinki sein.

Der Dom ist eine evangelische Kirche und die Kathedrale des lutherischen Helsinki. Sie liegt im unmittelbaren Zentrum und ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Gebaut wurde sie zwischen 1830 und 1852 und zunächst zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus I. nach dessen Namenspatron, dem hl. Nikolaus, benannt. Nachdem Finnland 1917 unabhängig geworden war, wurde der Name in Suurkirkko („Großkirche“) geändert und nach Gründung des Bistums Helsinki 1959 wurde die Kirche zum Dom.

Da es zwar nicht mehr regnete aber trotzdem sehr nasskalt war habe ich mir einen Cappuccino und ein Stück Schokoladenkuchen gegönnt. Es war wohl ein Fehler, mir ein Café direkt am Dom auszusuchen, denn es war das zweite Mal, dass ich das teure Helsinki kennenlernte.

Für die Tasse Cappuccino und den Kuchen hab ich 10,20 Euro berappen müssen. Und dann auch noch Selbstbedienung.

Aber der Kuchen hat geschmeckt, und so hatte ich schnell wieder meine Verärgerung heruntergeschluckt.

Vom Domvorplatz bin ich dann Richtung nahegelegenen Hafen gelaufen, hab dort zunächst den Aufstieg zur Uspenski-Kathedrale gewagt.

Sie wurde in russisch-byzantinischen Stil entworfen und 1868 geweiht.  Mit ihren 13 Kuppeln und vergoldeten Spitzen ist sie die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa.

Leider war sie geschlossen.

Allerdings ist sie auch von außen sehr schön anzusehen und der Blick von dort oben auf den Hafen hinunter hat mich dann doch noch entlohnt.

Der Abstieg zum Hafen und anschließende Überquerung der „Bridge of Love“ war dann wieder einfacher. Die Brücke hat wohl die Hohenzollernbrücke von Köln als Vorbild, jedenfalls hängen auch hier auch jede Menge Vorhängeschlösser.

Nach einem kurzen Besuch auf dem Markt am Hafen bin ich weiter über die „Pohjoisesplanadi“ flaniert, eine breite Einkaufsstraße mit einem Parkähnlichen Grünstreifen in der Mitte.

Gesäumt ist die Straße mit wunderschönen Jugendstilhäusern, in denen es edle Geschäfte, Restaurants und Cafés gibt.

   

Natürlich gibt es dort auch einen Mc Donalds, also hab ich mir schnell einen Big Mäc mit Pommes gegönnt und bin weiter Richtung Hotel.

Dort angekommen hab ich mir erst noch den Bahnhofsvorplatz angeschaut, ein ziemlich großer Platz, auf dem ein riesiger Kran stand, der meine Neugier weckte.

 Der Bereich um den Kran herum war eingezäunt, es gab ein großes Zelt davor, und zu meiner Überraschung konnte man mittels Kran in Luftiger Höhe ein exklusives Dinner einnehmen. Lediglich der Preis für dieses Event hat mich davon abgehalten, einen Platz an diesem Spezialtisch zu reservieren. Schade, die Sicht von da oben wäre bestimmt sehr schön gewesen.

    Also bin ich dann weiter ins Bahnhofsgebäude gegangen, übrigens ein  sogenannter Kopfbahnhof, hab mir noch schnell eine Zeitung gekauft und dann mein Zimmer im Hotel aufgesucht. Da ich heute sehr viel gelaufen bin, war der Abend auch schnell vorbei und ich bin todmüde ins Bett gefallen.

 

 

 

Tag 2

 

 

    

Für meinen heutigen Geburtstag hatte ich mir eigentlich schöneres Wetter gewünscht. Aber es sollte nicht sein. Zumindest nicht vormittags. Es regnete, stürmte und die Temperaturanzeige am Bahnhof zeigte 10 Grad.

Also hab ich lange geschlafen und in aller Ruhe mein Frühstück ich in der 10.Etage des Hotels eingenommen.

Der wunderschöne Blick über Helsinki von dort oben hat mich, was das Wetter angeht, ein wenig milder gestimmt.

Nach dem Frühstück hab ich mich auf den Weg zum Dom gemacht, da ich von dort aus eine Sightseeingtour mit dem Hop-on-Hop-off-Bus machen wollte. Da sitzt man wenigstens warm und trocken zwischen den einzelnen Haltepunkten.

 

Bis zur Abfahrt war noch ein wenig Zeit, und so konnte ich noch ein paar schönere Fotos vom Dom machen.

Die Wolken am Himmel hatten sich mittlerweile verzogen und es sah nach einem schönen Tag aus.

Pünktlich um 10 Uhr 15 fuhr der Bus los. Es war immer noch eisig kalt, aber die Aussichten waren doch besser als noch vor 2 Stunden.

 

Also machte ich einen ersten Stopp am Olympic Terminal, von hier gehen die Fähren Richtung Schweden ab.

Den nächsten Stopp machte ich am Café Ursula. Ich war angenehm überrascht, als ich dort ankam. Das Café und die Außenanlage haben südliches Flair, man kann auf einer Sonnenterasse gemütlich seinen Cappuccino trinken und auf das Meer und die kleinen Inseln schauen.

Ich hab es jedoch vorgezogen, einen kleinen Imbiss im Inneren einzunehmen, es war immer noch empfindlich kalt, trotz Sonne.

Allerdings stand erst mal Schlange stehen an, Selbstbedienung halt. Ich hab den Eindruck, dass das überall in Helsinki (oder ganz Finnland?) üblich ist. Egal, macht mir nichts aus.

Anschließend hab ich einen kleinen Verdauungs-spaziergang bis hinaus auf die Mole gemacht.

Um 12 Uhr 40 kam dann wieder ein Bus, mit dem ich dann bis zur Felsenkirche oder Temppeliaukio-Kirche fuhr.

Sie wurde erst in den 60er-Jahren in

den Granitfels hineingebaut.

Durch eine Kuppel aus Kupfer mit 180 Fenstern fällt Tageslicht hinein, durch das im Inneren eine eigenartige Atmosphäre herrscht.

Die Kirchenwände bestehen aus unbehauenem Fels und haben eine Höhe bis zu 8 Metern.

Hier werden nicht nur evangelische Gottesdienste abgehalten, sondern es finden auch regelmäßig Konzerte statt. Und ich hatte das Glück, ein Konzert eines Kinderchores mitzuerleben.

  Die Akustik in der Kirche ist wirklich toll.

Ich hatte wirklich Glück an diesem Tag, das Wetter wurde immer schöner, mittlerweile war der Himmel fast wolkenlos und die Temperatur stieg bis auf angenehme 23 Grad an.

 

Da es noch recht früh am Nachmittag war, hab beschlossen, nochmal zum Hafen zu gehen um dem dort stattfindenden Markt einen genaueren Besuch abzustatten.

Es gibt viele Stände mit Andenken und typischen finnischen Artikeln, Wollmützen- und Schals u.ä. sowie Imbiss-Stände mit finnischen Gerichten. Vieles allerdings mit Fisch, das ist nicht so mein Ding.

Auch in der nahegelegenen Markthalle gibt es alles rund um finnische Lebensmittel.

Natürlich hauptsächlich Fisch!

Ich hab mir ein sonniges Plätzchen im Hafen gesucht und in einem netten Café ein Cappuccino getrunken.

Meinen Rückweg ins Hotel hab ich nochmal über die Pohjoisesplanadi gewählt. In der Mitte dieser Straße, diesem kleinen parkähnliche Mittelstreifen, gibt es sogar eine Bühne, auf der ein paar junge Leute ein Konzert gaben. Hat mir gut gefallen, nur schade für die Musiker, das außer mir nur höchstens 10 Leute der Musik lauschten.

Mein weiterer Weg führte mich auch noch an einem menschlichen Denkmal vorbei. So was findet man wahrscheinlich mittlerweile in vielen größeren deutschen und europäischen Städten.

Also ging ich weiter, nochmal an den schönen Häusern entlang, um dann in eine Nebenstraße abzubiegen.

 In Bahnhofsnähe hab ich mich in ein Café in die Sonne gesetzt und ein leckeres, teures, Bierchen getrunken, 0,4 l zu 6,40 €. Mittlerweile ist es Abend geworden und so bin ich in den Bahnhof um dort eine Kleinigkeit zu essen.

Ins Hotel war es ja nicht mehr weit und so konnte ich dann in Ruhe meinen Koffer für die Heimreise am nächsten Tag packen.

 

 

Tag 3

 

 

Heute war also Heimflug angesagt.

Der Koffer war gepackt, und so konnte ich in aller Ruhe und ausgiebig Frühstücken und nochmal den Blick vom 10. Stock genießen.

Das auschecken war nur eine Formsache und so war ich pünktlich um viertel nach 10 an der dem Hotel gegenüberliegenden Bushaltestelle. Von dort fuhr der Flughafenbus ab und brachte mich auf direktem Weg zum Flughafen.

  Und so hieß es also Abschied nehmen von Helsinki und Finnland.

 

Der Flieger hob fast pünktlich ab und landete knapp 2 Stunden später in Düsseldorf. Weitere 2 Stunden später hatte mich mein zu Hause wieder.

 

Ein schöner, interessanter und abwechslungsreicher Urlaub war zu Ende.

 


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